Seit einem halben Jahrhundert ist der BMW 3er die erste Wahl für Fahrer, die Wert auf Dynamik legen. Nach fünfzig Jahren steht das Modell vor einem dramatischen Wandel. BMW wird seine erste vollelektrische Limousine vorstellen, die auf einer brandneuen Architektur namens „Neue Klasse“ basiert. Der kommende BMW i3 stellt das zweite Elektrofahrzeug dieser neuen Modellreihe dar und hat seine Leistungsfähigkeit bereits in einer der kältesten Regionen der Erde unter Beweis gestellt.

Das Entwicklungsteam schickte den neuesten i3 für die abschließende Testphase nach Arjeplog, Schweden. Das Gebiet liegt südlich des Polarkreises und ist geprägt von tiefen Schneeverwehungen und von dickem Eis umhüllten Seen. BMW nutzt diese kalten Bedingungen mit geringer Traktion, um das Verhalten des Fahrzeugs bei extremer Kälte und Schlupf zu beurteilen. Die Bewältigung eines zugefrorenen Sees, so argumentieren die Ingenieure, beweist, dass das Fahrzeug praktisch jeden Straßenbelag weltweit bewältigen kann.
Angetrieben wird der i3 von einem hochmodernen „Gen6“ eDrive-System – der sechsten Generation des elektrischen Antriebsstrangs von BMW. Nach Angaben des Herstellers bewahrt diese Iteration die „DNA“ des klassischen 3er und treibt ihn gleichzeitig voran. Enthusiasten können sich auf Elektromodelle freuen, die auch ohne herkömmlichen Benzinmotor schnell, wendig und spannend zu fahren sind.

Das vielleicht überzeugendste Merkmal des neuen BMW i3 ist das, was Ingenieure als „Herz der Freude“ bezeichnen. Dieser Hochleistungscomputer oder „Superhirn“ orchestriert den Antrieb, das Bremsen und die Lenkung des Fahrzeugs im Einklang. Es arbeitet etwa zehnmal schneller als frühere Generationen und kann sofort auf vereiste Bedingungen reagieren – oft bevor der Fahrer überhaupt einen Traktionsverlust bemerkt.
Schwedische Tests ergaben, dass das Zusammenwirken der beiden Elektromotoren es einfach macht, das Auto stabil zu halten. Wenn ein Fahrzeug auf Eis trifft, kann es normalerweise ins Rutschen kommen oder ruckeln. Das Heart of Joy verleiht dem BMW i3 ein „leichtfüßiges“ Fahrgefühl und ermöglicht dem Fahrer eine punktgenaue Lenkung, sodass sich das Auto genau dorthin bewegt, wo er es beabsichtigt.

BMW hat für den i3 eine neue „Soft-Stop“-Funktion eingeführt, die mithilfe der Elektromotoren das Fahrzeug vollkommen sanft zum Stehen bringt. Das Unternehmen behauptet, dies sei der sanfteste Stopp, der jemals in einem 3er erreicht wurde. Der i3 ist außerdem auf hohe Effizienz ausgelegt und nutzt die 800-V-Technologie, die den Ladevorgang beschleunigt. Mit einem ausreichend leistungsstarken Ladegerät kann das Auto bis zu 400 kW aufnehmen, was die Ausfallzeiten deutlich reduziert.
Die für den ersten BMW i350xDrive angekündigten Spezifikationen sind für eine Mittelklasse-Limousine beeindruckend. Es liefert eine Spitzenleistung von 345 kW – etwa 469 PS – und ein Drehmoment von 645 Nm und sorgt so für eine starke sofortige Beschleunigung. Die Produktion soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 beginnen, das endgültige Design wird jedoch voraussichtlich viel früher erscheinen.

BMW plant, das Erscheinen des i3 am 18. März 2026 zu enthüllen. Diese Veranstaltung wird als „Designpremiere“ dienen, bei der die Silhouette der Neuen Klasse endlich enthüllt wird. Während die Tests in der Arktis fast abgeschlossen sind, fängt die Spannung für dieses neue Kapitel in der BMW-Produktpalette gerade erst an. Wir sind gespannt, ob dieses Elektromodell dem legendären Ruf des 3er wirklich gerecht werden kann.