VW hat gerade bekannt gegeben, dass es eine Partnerschaft mit der indischen Mahindra & Mahindra Ltd. (Mahindra) eingeht. Mahindra wird elektrische Komponenten wie Motoren, Batteriesystemkomponenten und Batteriezellen aus der modularen elektrischen Antriebsmatrix-Plattform (MEB) von VW verwenden. Auf dieser Plattform basieren die ID-Elektrofahrzeuge von VW. Mahindra wird diese Komponenten in seiner eigenen Born Electric-Plattform verwenden, die die Grundlage für eine Vielzahl kommender Elektrofahrzeuge für den indischen Markt bilden wird.
Im Grunde nimmt Mahindra bei der Entwicklung seiner eigenen Plattform einige Abkürzungen, indem er Komponenten aus dem MEB von VW verwendet. Dies dürfte die Entwicklung erheblich beschleunigen und es dem indischen Konzern gleichzeitig ermöglichen, bereits bewährte Teile zu verwenden.
Beide Unternehmen betonen die Bedeutung der Elektrifizierung des indischen Automobilmarktes, die ein „Schlüsselelement bei der globalen Dekarbonisierung des Mobilitätssektors“ sei. Indien hat sich verpflichtet, ab 2035 nur noch die Zulassung von emissionsfreien Personenkraftwagen und Transportern zuzulassen. Daher wird erwartet, dass der Elektrofahrzeugsektor im Land in den nächsten Jahren stark wachsen wird. Tatsächlich schätzen namentlich nicht genannte Branchenexperten, dass im Jahr 2030 mehr als die Hälfte aller in Indien verkauften Neufahrzeuge vollelektrisch sein werden.
Die Gespräche und Verhandlungen zwischen VW und Mahindra werden voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, wenn dann alle Einzelheiten darüber bekannt gegeben werden, was Mahindra von VW kauft. VW hat zuvor auch einen Vertrag mit Ford geschlossen, der es diesem Unternehmen erlaubt, in den nächsten Jahren zwei Elektrofahrzeuge auf der MEB-Plattform zu entwickeln. Es sieht also so aus, als würde sich VW langsam ein lukratives Nebengeschäft aufbauen, indem es seine Elektrofahrzeugplattform entweder im Großhandel oder auf Komponentenbasis an andere Hersteller lizenziert.