Weniger als zwei Jahre nach der Vorstellung einer neuen Namenskonvention für seine Fahrzeuge drückt Audi auf den Rückgängig-Knopf. Der deutsche Autohersteller kündigte im März 2023 einen Plan an, seine benzinbetriebenen Autos von seinen Elektrofahrzeugen durch gerade und ungerade Zahlen zu unterscheiden. Elektromodelle sollten gerade Nummern erhalten, während Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ungerade Nummern erhalten sollten. Diese Strategie wird jedoch nun aufgegeben.
Die Zahlen geben wieder die Fahrzeuggröße an, unabhängig vom Antriebsstrang. Um verschiedene Kraftstoffarten zu unterscheiden, verwendet Audi Suffixe: TFSI für Benziner, TFSIe für Plug-in-Hybride, TDI für Diesel und e-tron für Elektrofahrzeuge. Karosserievarianten werden auch mit Suffixen wie Sedan, Avant oder Sportback gekennzeichnet.

Diese Umkehr ist für viele eine Erleichterung, da das bisherige System eher verwirrend war. Auch das kurzlebige zweistellige System, das sich ebenfalls an der Antriebsleistung orientiert, ist verschwunden. Sich daran zu erinnern, was ein „55 TFSI“ oder ein „40 TDI“ für die Verbraucher eine Herausforderung darstellte.
Der A6 der nächsten Generation, dessen Premiere am 4. März geplant ist, wird der erste sein, der das wiederbelebte Namenssystem verwendet. Ursprünglich sollte er mit Verbrennungsmotoren in A7 umbenannt werden, doch nun wird der A6 ICE neben dem vollelektrischen A6 e-tron existieren.

Audi beabsichtigt, seine Kompaktmodelle A1 und Q2 nach Abschluss der Produktionszyklen der aktuellen Generationen auslaufen zu lassen. Das überarbeitete Namensschema wird ausschließlich für kommende Modelle verwendet, während aktuelle Fahrzeuge ihre etablierten Bezeichnungen beibehalten.
Audi strebte ursprünglich eine vollständige Umstellung auf Elektroautos bis 2033 an, hat nun jedoch eine „flexiblere“ Haltung eingenommen und erkannt, dass Käufer weiterhin Modelle mit Verbrennungsmotor wünschen. Die Rückkehr zu seiner früheren Namenskonvention zeigt, dass der Autohersteller endlich die Notwendigkeit einer einfachen, konsistenten Botschaft an sein Publikum erkennt. Besser spät als nie.