Zum Glück war der Hyundai Ioniq 5 N kein einmaliges Experiment. Der Autohersteller weitet seine Hochleistungsmarke N offiziell in die Welt der Elektrolimousinen aus und bestätigt den kommenden Hyundai Ioniq 6 N für das Jahr 2026. Mit einer Reihe von Teaser-Bildern hat uns Hyundai den ersten offiziellen Einblick in das geflügelte, aggressive Elektroauto gegeben, das den Markt für leistungsstarke Elektrofahrzeuge herausfordern wird.
Während Hyundai die genauen Spezifikationen des Antriebsstrangs bis zum offiziellen Debüt geheim hält, ist der Weg nach vorne klar. Es wird allgemein erwartet, dass der Ioniq 6 N die gleiche leistungsstarke Hardware wie der Ioniq 5 N erbt. Dies bedeutet ein Allradantriebssystem mit zwei Motoren und einer Leistung von mindestens 641 PS. Das ist mehr Leistung als viele benzinbetriebene Supersportwagen von vor ein paar Jahren.

Wenn die Leistung des kantigeren Ioniq 5 Ni Anzeichen dafür ist, dürfte der schlankere, aerodynamischere Ioniq 6 N eine rasante Beschleunigung und eine äußerst ansprechende Fahrdynamik bieten. Da der Ioniq 6 normalerweise leichter ist als sein etwas kräftigerer Cousin, ist er beim Sprint von 0 auf 100 km/h bei Verwendung identischer Antriebsstränge tendenziell etwa 0,2 Sekunden schneller. Es wird interessant sein zu sehen, ob der 6 N die 3-Sekunden-Marke knackt.
Die Teaser-Fotos sind zwar düster und düster, zeigen aber ein Auto, das es ernst meint. Das hervorstechendste Merkmal ist ein großer Heckflügel, der mit einem dezenten Ducktail-Spoiler zusammenarbeitet, der in den Kofferraumdeckel integriert ist. Die Bilder bestätigen auch, dass der Ioniq 6 N dank der ausgestellten Kotflügel, die für die Unterbringung eines Satzes leichter, spurorientierter Räder mit breiteren, griffigeren Reifen erforderlich sind, einen breiteren Stand haben wird.

Ein Foto zeigt sogar die Fähigkeit des Autos, Reifenrauchwolken zu erzeugen, eine klare Botschaft an Enthusiasten. Die markentypische Beleuchtung im Pixel-Stil ist in den Rücklichtern vorhanden und scheint sich in einem einzigartigen Muster über den Kofferraumdeckel zu erstrecken.
In einem Schachzug, der entweder Marketinggenie oder ein bisschen Spaß der Ingenieursabteilung ist, hat Hyundai drei „Leistungssäulen“ für seine N-Modelle skizziert. Zwei davon sind die erwartete Unternehmenssprache: „Racetrack Capability“ und „Everyday Sports Car“.

Der dritte heißt „Corner Rascal“, was wie eine schelmische Zeichentrickfigur klingt, aber auf den Fokus des Unternehmens auf agiles und dynamisches Kurvenverhalten hinweist. Diese Philosophie legt nahe, dass Hyundai Elektroautos baut, deren Fahren auf kurvenreichen Straßen wirklich Spaß macht, anstatt nur auf der Jagd nach Geschwindigkeit auf gerader Strecke zu sein.
Fans und potenzielle Käufer müssen nicht lange warten, um das Auto in voller Länge zu sehen. Hyundai hat angekündigt, dass der Ioniq 6 N im Juli beim Goodwood Festival of Speed im Vereinigten Königreich sein weltweites Debüt geben wird. Diese Veranstaltung ist eine der berühmtesten Feierlichkeiten des Motorsports und der Autokultur weltweit und somit eine passende Bühne für eine leistungsstarke Enthüllung.

Während offizielle Preisdetails noch ausstehen, lässt sich aus vergleichbaren Modellen eine solide Schätzung ableiten. Der Hyundai Ioniq 5 N, der über einen identischen erwarteten Antriebsstrang verfügt, kommt zu einem Einstiegspreis von etwas über 57.200 Euro auf den US-Markt. Daher ist es logisch, davon auszugehen, dass der neue Ioniq 6 N in einer ähnlichen Preisspanne liegt und sich wahrscheinlich knapp unter der 60.000-Euro-Grenze einpendelt. Angesichts seiner Leistung von 641 PS und seiner rennstreckentauglichen Fähigkeiten dürfte der Ioniq 6 N leicht Käufer anlocken.