Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Auftragsbestand von Tesla zum ersten Mal seit einiger Zeit zu schrumpfen beginnt. Diese Entwicklung kommt Tesla-Käufern zugute und signalisiert wahrscheinlich einen positiven Trend für den breiteren Markt. Bis zum 31. August lag der Auftragsbestand bei etwa 414.000 Fahrzeugen, was einer Produktion von etwa 102 Tagen entspricht.
Die Daten deuten darauf hin, dass der Höchststand überschritten wurde, wenn man bedenkt, dass der Auftragsbestand von März bis Juli bei etwa 500.000 Einheiten lag. Dennoch liegt sie immer noch weit über der Ende 2021 genannten Warteliste von 250.000 Fahrzeugen.

Ein Schlüsselfaktor ist die starke Produktion der Shanghai Gigafactory in China und des Fremont-Werks in Kalifornien. An beiden Standorten werden große Mengen an Fahrzeugen produziert, und allein Shanghai hat den Auslieferungsvorsprung für Model3 und ModelY in China drastisch reduziert. Einige Zierleisten können jetzt innerhalb einer Woche geliefert werden. Tesla strebt jedoch bei allen Modellen eine Wartezeit von 4 bis 8 Wochen an, um ein zufriedenstellendes Kauferlebnis zu gewährleisten.
Dennoch müssen bestimmte Varianten weiterhin mit langen Wartezeiten rechnen. Das ModelX LR beispielsweise hat einen Lieferhorizont von etwa einem Jahr, wobei noch 22.000 Einheiten ausstehen. Beim Model3 LR AWD kommt es im Werk Fremont zu erheblichen Verzögerungen, wodurch sich die voraussichtliche Lieferzeit auf etwa 202 Tage verschiebt. Ebenso ist das ModelY LR AWD in den Vereinigten Staaten nach wie vor sehr gefragt, wobei Kunden mit einer Mindestwartezeit von 167 Tagen rechnen.
Tesla ist in der Lage, die aktuelle Nachfrage zu befriedigen. Analysten prognostizieren, dass der Autohersteller neue Ausstattungsvarianten vorstellen oder die Preise senken wird, sobald das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wiederhergestellt ist.