Das EV-Startup Fisker hat offiziell Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen beantragte am 17. Juni in Delaware Chapter 11 mit einem geschätzten Vermögen von 500 bis 1 Milliarde US-Dollar, während die Verbindlichkeiten zwischen 100 und 500 Millionen US-Dollar liegen.
Nachdem Fisker einige Zeit mit großen Verlusten gearbeitet und Verluste in Höhe von Hunderten Millionen Dollar angehäuft hatte, schuldet es nun 200 bis 999 Gläubigern Geld. Das Gericht hat nun die Aufgabe, einen Plan zur Rückzahlung an die Gläubiger zu finden.
Fisker führt bereits Gespräche mit Interessenvertretern, während das Gericht versuchen wird, sicherzustellen, dass der reduzierte Betrieb des Unternehmens weitergeführt wird, sodass die Mitarbeiter entschädigt werden und bestimmte Kundenprogramme weiterhin laufen. Auch die Entschädigung der Anbieter steht auf der Tagesordnung.
Das Unternehmen plant ein solches Szenario schon seit März und Reuteres berichtete zuvor, dass Nissan sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit Fisker über Investitionen in seinen Betrieb befinde, die Verhandlungen jedoch scheiterten.
Fisker stellte im Jahr 2023 im Werk Magna Steyr in Österreich rund 10.000 Ocean-SUVs her, übergab jedoch weniger als 50 % dieser Einheiten, bevor es im März den Betrieb einstellte.